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Anti Aggressions Training online

Ein Anti Aggressions Training online kann ortsunabhängige Gespräche, Reflexionsaufgaben und die Beschäftigung mit persönlichen Auslösern ermöglichen. Es ist jedoch nicht automatisch mit einem vollständigen Anti-Aggressivitäts-Training vergleichbar, das in einer Gruppe oder im direkten Kontakt mit geschulten Trainern stattfindet.

Unser Anti-Aggressivitäts-Training AAT® – ROKT® „Ein Leben ohne Gewalt“ richtet sich an aggressive und gewalttätige Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren. Auf unserer aktuellen Angebotsseite beschreiben wir das Training mit mindestens 20 Terminen, konfrontativen Gesprächen, körperbetonten Übungen, Rollen- und Theaterspielen sowie weiteren praxisbezogenen Methoden. Ein eigenständiges Online-AAT® ist dort derzeit nicht als reguläres Angebot ausgewiesen.

Gibt es ein Anti Aggressions Training online?

Online-Angebote zum Umgang mit Aggressionen können unterschiedlich aufgebaut sein. Manche bestehen aus Videogesprächen, andere aus aufgezeichneten Lektionen, Übungen oder digitalen Arbeitsmaterialien. Die Bezeichnung allein sagt daher wenig darüber aus, wie umfangreich das Angebot ist und für welche Zielgruppe es entwickelt wurde.

Bei uns steht das vollständige AAT® im Zusammenhang mit konkretem Gewaltverhalten. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit ihren Taten, persönlichen Aggressivitätsauslösern, Rechtfertigungen und den Folgen für betroffene Menschen. Ziel ist, Verantwortung zu übernehmen und gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Ein frei zugänglicher Onlinekurs kann diese intensive Auseinandersetzung nicht ohne Weiteres ersetzen. Er bietet weder automatisch eine fachliche Einschätzung der Ausgangslage noch die persönliche Rückmeldung, die während einer konfrontativen Übung oder eines Gruppengesprächs notwendig sein kann.

Welche Teile lassen sich digital bearbeiten?

Einige Bestandteile eines Anti-Aggressivitäts-Trainings lassen sich grundsätzlich auch über digitale Gespräche oder Aufgaben begleiten. Dazu gehören beispielsweise die schriftliche Reflexion vergangener Konflikte, das Erkennen wiederkehrender Auslöser oder die Vorbereitung eines persönlichen Unterbrechungsplans.

Auch Fragen zu Selbstbild, Rechtfertigungen und alternativen Reaktionen können in einem geschützten digitalen Gespräch bearbeitet werden. Entscheidend bleibt jedoch, dass solche Aufgaben fachlich begleitet und anschließend ausgewertet werden.

Unser AAT® umfasst unter anderem Fragebögen, Interviews, Visualisierungen, Biografiearbeit und Hausaufgaben. Solche Bestandteile könnten technisch auch digital vorbereitet oder ergänzt werden. Die Angebotsseite nennt daneben jedoch interaktionspädagogische Übungen, körperbetonte Spiele, Körpersprache sowie Rollen- und Theaterspiele. Diese Methoden leben stark von direkter Wahrnehmung, Gruppendynamik und unmittelbarer Rückmeldung.

Deshalb würden wir nicht allein aus der technischen Möglichkeit ableiten, dass sich das gesamte Training gleichwertig online durchführen lässt.

Wo liegen die Grenzen eines Online-Trainings?

Aggressives Verhalten zeigt sich nicht nur in dem, was jemand erzählt. Körperhaltung, räumliches Verhalten, der Umgang mit Grenzen und die Reaktion auf andere Gruppenmitglieder können ebenfalls wichtige Hinweise geben. In einer Videokonferenz ist davon nur ein Ausschnitt sichtbar.

Auch körperbezogene und interaktionspädagogische Übungen lassen sich digital nur eingeschränkt umsetzen. Gerade bei konfrontativer Arbeit muss ein Trainer beobachten können, wie stark eine Situation belastet, ob die Auseinandersetzung noch fachlich steuerbar ist und wann eine Unterbrechung notwendig wird.

Unser ROKT®-Ansatz verbindet Ressourcenorientierung mit klarer Konfrontation. Trainer setzen Grenzen, sprechen schwieriges Verhalten ohne Herabsetzung an und stärken gleichzeitig vorhandene Fähigkeiten und positive Handlungsmöglichkeiten. Diese Arbeit beruht auf Beziehung, genauer Beobachtung und einer unmittelbaren Reaktion auf das Verhalten der Teilnehmenden.

Bei einem reinen Selbstlernkurs fehlen diese Elemente weitgehend. Videos und Arbeitsblätter können Anregungen geben, aber keine individuelle pädagogische Begleitung übernehmen.

Für wen reicht ein Online-Angebot nicht aus?

Ein Onlinekurs reicht nicht aus, wenn bereits wiederholt Gewalt ausgeübt wurde, konkrete Personen bedroht werden oder eine institutionelle Auflage erfüllt werden muss. In solchen Situationen braucht es ein klar strukturiertes Angebot und eine vorherige Prüfung, welches Trainingsformat geeignet ist.

Unser AAT® wurde für Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren entwickelt, die durch aggressives oder gewalttätiges Verhalten auffallen. Dazu zählen freiwillig Teilnehmende ebenso wie Personen, die durch Schulen, Gerichte oder Behörden zur Teilnahme verpflichtet wurden. Das vollständige Training umfasst mindestens 20 Termine und kann bei zusätzlichem Bedarf oder auf Anordnung einer Institution verlängert werden.

Bei einer verpflichtenden Teilnahme entscheidet zudem nicht allein die betroffene Person, ob ein Onlineangebot akzeptiert wird. Die Rahmenbedingungen müssen mit der zuständigen Schule, Behörde, dem Gericht oder einer anderen beauftragenden Stelle abgestimmt werden.

Onlinekurs, Beratung oder vollständiges AAT®?

Welche Form der Unterstützung passt, hängt von der Ausgangssituation ab. Wer erste eigene Aggressionsmuster erkennen möchte, kann digitale Reflexionsaufgaben als Einstieg nutzen. Das gilt besonders dann, wenn noch keine Gewalt ausgeübt wurde und keine unmittelbare Gefährdung besteht.

Bei wiederholtem aggressivem oder gewalttätigem Verhalten reicht eine allgemeine Online-Anleitung meist nicht aus. Dann sollte geprüft werden, ob ein professionell begleitetes Training, eine andere pädagogische Maßnahme oder eine medizinische beziehungsweise psychotherapeutische Abklärung erforderlich ist.

Wir bieten neben dem AAT® verschiedene ROKT®-Trainings zur Gewaltprävention, Intervention und Förderung sozialer Kompetenzen an. Dazu gehören unter anderem Präventionsgruppen, Sozialkompetenztrainings und weitere Angebote für Klassen, Gruppen und Einrichtungen. Vor einer Buchung beraten wir zur Auswahl des passenden Formats und erstellen für institutionelle Anfragen ein individuelles und unverbindliches Angebot.

Warum ist die persönliche Begleitung wichtig?

Konfrontative Arbeit verlangt mehr als das Vermitteln einzelner Techniken. Die Teilnehmenden müssen eigene Taten betrachten, Rechtfertigungen hinterfragen und die Perspektive betroffener Menschen einnehmen. Dabei können Widerstand, Scham, Wut oder erneute Schuldzuweisungen auftreten.

Unsere Trainer verfügen über eine pädagogische Grundausbildung und zusätzliche Qualifikationen als ROKT®-, AAT®- oder Coolness-Trainer. Dadurch können sie Übungen fachlich einordnen, Grenzen setzen und den Verlauf an die jeweilige Person oder Gruppe anpassen.

Digitale Elemente können eine solche Arbeit ergänzen. Sie ersetzen aber nicht automatisch den geschützten Rahmen, die direkte Beziehung und die fachliche Verantwortung eines vollständigen Trainings.

Passendes Trainingsformat mit uns klären

Auf unseren aktuellen Seiten weisen wir kein eigenständiges vollständiges Anti Aggressions Training online aus. Interessierte sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass unser AAT® vollständig digital gebucht und durchgeführt werden kann.

Jugendliche, junge Erwachsene, Angehörige, Schulen, Behörden und Einrichtungen können uns die konkrete Ausgangssituation schildern. Wir prüfen anschließend, welches ROKT®-Training zum Bedarf passt, welcher Umfang sinnvoll ist und in welcher Form es durchgeführt werden kann.

Die AKADEMIE EiGEN-SiNN hat ihren Sitz in Loßburg und bietet Trainings für Schulen, Einrichtungen und weitere Auftraggeber an. Einige Fort- und Weiterbildungen können in unseren Räumen oder als Inhouse-Veranstaltung gebucht werden. Für das AAT® gelten die Rahmenbedingungen, die wir im persönlichen Kontakt für den jeweiligen Auftrag vereinbaren.

Weitere Informationen:

Alexander Fix
Mobil: 0171 22 48 282
Mail: a.fix@akademie-eigensinn.de

Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Fortbildungsheft

 

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