Fortbildung

Konfrontative Pädagogik Fortbildung

Eine Konfrontative Pädagogik Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die in ihrem Berufsalltag mit herausforderndem Verhalten, Regelverstößen oder eskalierenden Konflikten umgehen. In unserer Fortbildung „Konfrontative Pädagogik und Gesprächsführung – Stark im Alltag“ verbinden wir theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen und intensiver Selbstreflexion. Die Teilnehmenden lernen, Kindern und Jugendlichen klare Grenzen zu setzen, auffälliges Verhalten besser einzuordnen und dabei respektvoll und wertschätzend zu bleiben.

Bei der AKADEMIE EiGEN-SiNN arbeiten wir nach einem ressourcenorientierten konfrontativen Ansatz. Konfrontation bedeutet für uns nicht, Menschen unter Druck zu setzen oder bloßzustellen. Wir sprechen Verhalten klar an, machen Widersprüche sichtbar und vertreten Regeln nachvollziehbar. Gleichzeitig richten wir den Blick auf Fähigkeiten, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten.

Was ist eine Konfrontative Pädagogik Fortbildung?

Eine Konfrontative Pädagogik Fortbildung vermittelt Fachkräften Methoden für Situationen, in denen rein verständnisorientierte Gespräche nicht ausreichen. Pädagogische Beziehungen brauchen Empathie und Wertschätzung. Sie brauchen aber auch Klarheit, wenn Kinder oder Jugendliche Regeln wiederholt missachten, Verantwortung abgeben oder die Grenzen anderer Menschen überschreiten.

In unserer Fortbildung setzen sich die Teilnehmenden damit auseinander, wie sie in solchen Situationen auftreten. Es geht nicht nur um einzelne Formulierungen oder Gesprächstechniken. Die eigene Haltung, persönliche Denkweisen und bisherige Reaktionsmuster bestimmen wesentlich mit, wie eine Konfrontation verläuft. Deshalb nimmt die Selbsterfahrung einen wichtigen Platz ein.

Das Ziel besteht darin, herausforderndes Verhalten besser zu verstehen, ohne es zu entschuldigen. Fachkräfte sollen Grenzen eindeutig benennen und gleichzeitig die Beziehung zum Gegenüber erhalten können.

Für wen eignet sich die Fortbildung?

Unsere Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit, Lehrkräfte und weitere pädagogisch Interessierte. Sie passt besonders zu Arbeitsfeldern, in denen Konflikte, Regelverletzungen oder aggressives Verhalten regelmäßig auftreten. Dazu können Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, stationäre Angebote oder offene Arbeitsfelder gehören.

Die Fortbildung verlangt die Bereitschaft, nicht nur das Verhalten anderer Menschen zu betrachten. Teilnehmende reflektieren auch die eigenen Einstellungen, Emotionen und Reaktionen in Konflikten. Wer klare Grenzen setzen möchte, muss wissen, wie die eigene Stimme, Körpersprache und Haltung auf andere wirken.

Auf unserer Angebotsseite weisen wir darauf hin, dass die Fortbildung für Personen mit einer eigenen unbearbeiteten Gewaltgeschichte nicht geeignet ist. Die Übungen und konfrontativen Auseinandersetzungen können eine intensive emotionale Selbstreflexion auslösen.

Was bedeutet ressourcenorientierte konfrontative Pädagogik?

Ressourcenorientierte konfrontative Pädagogik verbindet zwei Perspektiven. Auf der einen Seite stehen Regeln, Grenzziehung und die klare Auseinandersetzung mit problematischem Verhalten. Auf der anderen Seite betrachten wir, welche Fähigkeiten, Stärken und funktionierenden Handlungsmöglichkeiten ein Mensch bereits mitbringt.

Fehlverhalten wird dadurch nicht verharmlost. Wer eine Grenze überschreitet, muss sich mit den Auswirkungen und der eigenen Verantwortung beschäftigen. Die Person wird aber nicht vollständig auf diesen Regelverstoß reduziert.

Dieser Grundsatz prägt auch unsere ROKT®-Trainings. ROKT® steht für RessourcenOrientierte Konfrontative Trainings. Wir machen kognitive, emotionale und körperliche Ressourcen sichtbar, setzen klare Grenzen und sprechen negatives Verhalten wertfrei und ohne Herabsetzung an. Lob, Wertschätzung und positive Erfahrungen bleiben gleichzeitig Teil der pädagogischen Arbeit.

Welche Inhalte behandelt die Fortbildung?

Die Teilnehmenden beschäftigen sich zunächst mit der Frage, warum Kinder und Jugendliche auffälliges Verhalten zeigen. Eine Regelverletzung kann unterschiedliche Hintergründe haben. Trotzdem bleibt es notwendig, Verantwortung einzufordern und den pädagogischen Rahmen zu schützen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gesprächsführung. Fachkräfte üben, Verhalten konkret anzusprechen, statt eine Person pauschal zu bewerten. Zwischen „Du bist respektlos“ und „Du hast mich unterbrochen und die vereinbarte Gesprächsregel missachtet“ liegt ein wichtiger Unterschied. Die zweite Formulierung benennt beobachtbares Verhalten und schafft eine bessere Grundlage für die weitere Klärung.

Zur Fortbildung gehören außerdem die Reflexion persönlicher Einstellungen, der bewusste Umgang mit Konflikten und das Setzen klarer, respektvoller Grenzen. Die Teilnehmenden lernen, ressourcenorientiert, wertschätzend und zugleich konfrontativ zu handeln.

Wie arbeiten wir in der Fortbildung?

Unsere Fortbildungen sind praxisorientiert und beziehen theoretische Grundlagen direkt auf konkrete Situationen. Stundenlanges passives Zuhören entspricht nicht unserem Konzept. Wir nutzen Übungen, in denen die Teilnehmenden pädagogische Situationen erleben, beobachten und anschließend auswerten.

Zu den Methoden der Konfrontative Pädagogik Fortbildung gehören:

  • interaktionspädagogische Spiele und Übungen,
  • Rollen- und Teamkooperationsspiele,
  • konfrontative Auseinandersetzungen,
  • Visualisierungen,
  • Selbst- und Fremdreflexion.

Diese Methoden zeigen oft schneller als eine rein theoretische Besprechung, wie Menschen auf Widerstand, Grenzen oder Widerspruch reagieren. Ein Rollenspiel kann beispielsweise sichtbar machen, ob eine Fachkraft zu früh nachgibt, unnötig Druck aufbaut oder eine Regel nicht eindeutig formuliert.

Nach jeder Übung folgt die Reflexion. Die Teilnehmenden prüfen, was ihre Reaktion ausgelöst hat, welche Wirkung sie auf andere hatte und welche Alternative im Berufsalltag umsetzbar wäre.

Welche Rolle spielt die eigene Haltung?

Methoden funktionieren nicht unabhängig von der Person, die sie anwendet. Ein auswendig gelernter Satz wirkt wenig glaubwürdig, wenn Körpersprache und innere Haltung etwas anderes ausdrücken.

Deshalb betrachten wir in der Fortbildung eigene Meinungen, Denkweisen und Einstellungen. Fachkräfte sollen erkennen, wann sie Konflikten ausweichen, wann sie zu schnell urteilen und welche Verhaltensweisen sie persönlich besonders herausfordern.

Selbstreflexion schafft die Grundlage dafür, auch in angespannten Situationen klar zu bleiben. Sie hilft dabei, Konfrontation nicht als persönliche Auseinandersetzung zu führen, sondern als geplante pädagogische Intervention.

Was nehmen Teilnehmende aus der Fortbildung mit?

Nach der Fortbildung sollen die Teilnehmenden auffälliges Verhalten differenzierter einordnen und Grenzen verständlicher vertreten können. Sie erweitern ihre Methodenkompetenz, erhalten Anregungen für konkrete Konfliktgespräche und reflektieren ihre Wirkung auf Kinder, Jugendliche und Gruppen.

Wichtig ist der Transfer in den Berufsalltag. Die Übungen sind so angelegt, dass sie nicht nur während des Seminartages funktionieren. Fachkräfte sollen die Grundsätze und Methoden in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld anwenden und an die eigene Zielgruppe anpassen können.

Unterlagen, Inputs und Anleitungen stellen wir nach unseren Fortbildungen per E-Mail zur Verfügung. Unsere Bildungsangebote können außerdem als Inhouse-Veranstaltung bei einer Einrichtung vor Ort durchgeführt werden.

Konfrontative Pädagogik Fortbildung bei der AKADEMIE EiGEN-SiNN

Unsere Fortbildung „Konfrontative Pädagogik und Gesprächsführung – Stark im Alltag“ verbindet ressourcenorientierte Haltung, klare Grenzziehung und praktische Gesprächsführung. Sie richtet sich an Fachkräfte, die in herausfordernden Situationen nicht zwischen Verständnis und Konsequenz wählen möchten, sondern beides professionell miteinander verbinden wollen.

Für 2026 sind laut aktuellem Fortbildungsheft Termine am 28. und 29. Mai sowie am 8. und 9. Oktober vorgesehen. Für die Teilnahme gelten die Angaben der jeweils aktuellen Ausschreibung, da sich Termine, Kosten und organisatorische Rahmenbedingungen ändern können.

Interessierte Fachkräfte und Einrichtungen können sich direkt an uns wenden. Wir informieren über aktuelle Termine oder klären, ob eine Inhouse-Fortbildung für das jeweilige Team geeignet ist.

Weitere Informationen:

Alexander Fix
Mobil: 0171 22 48 282
Mail: a.fix@akademie-eigensinn.de

Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Fortbildungsheft

 

Kontakt

AKADEMIE EiGEN-SiNN gGmbH

Gartenweg 7
72290 Loßburg

Alexander Fix

Mobil 0171 22 48 282
Tel 07446 / 54 70 – 61
Fax 07446 / 54 70 – 63
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